Festakt mit Urkundenunterzeichnung der Schulpartnerschaft in Stribro

Im historischen Rathaussaal der Stadt Stribro unterzeichneten am 11. Mai 2007 bei einem Festakt Bürgermeister Miroslav Nenutil aus St?ibro Bürgermeister Altenstadts Bürgermeister Georg Heiglund sein Kollege Gerd Werner aus Neustadt/WN  zusammen mit den Schulleitern Vaclav Peterik, Heribert Zeis und Rainer Christoph die offiziellen Partnerschaftsurkunden zwischen der Zakladni Škola Manesova St?ibro, der Hauptschule Neustadt und der Grundschule in Altenstadt.

Bilder der Urkundenunterzeichnung:

Im Urkundetext heißt es u.a. „In der gemeinsamen Absicht, das friedliche und freundschaftliche Zusammenleben junger Menschen weiterhin zu fördern und zu vertiefen, gehen die  Schulen an der ehemaligen „Goldenen Straße“, die seit sechs Jahren eine intensive Zusammenarbeit pflegen, offizielle Schulpartnerschaft ein. Übereinstimmendes Ziel ist das Bestreben, gegenwärtig und zukünftig, in jungen Menschen unserer beiden Länder Bayern und Tschechien den Willen und die Fähigkeit zu gutnachbarlichen und dauerhaften Beziehungen zu entwickeln. Seitens der drei Bürgermeister wird diese Schulpartnerschaft befürwortet und unterstützt“. 

1. Bürgermeister aus Stribro begrüßt die Gäste

„Unser Rathaussaal aus dem 16. Jahrhundert ist für besondere Anlässe geschaffen worden, heute ist so ein besonderer Tag“. Mit dieser Begrüßung würdigte Bürgermeister Miroslav Nenutil aus St?ibro /Mies, der zweitgrößten Stadt im ehemaligen Landkreis Tachov /Tachau den Festakt zur Unterzeichnung der Schulpartnerschaft der Haupt- und Grundschule Neustadt / Altenstadt und der Manesova-Schule Stribro.

Unter den Klängen der Europahymne eröffnete die Zakladni Škola Manesova St?ibro unter der Leitung von Rektor Vaclav Peterik die Feierstunde. Aus der Kreisstadt Neustadt und der Gemeinde Altenstadt waren  rund 50 Kinder, Elternvertreter und Lehrer angereist. Schulleiter Peterik erinnerte an viele Gemeinsamkeiten, unter anderem daran, dass auf den Tag genau vor sechs Jahren im Stadtmuseum Stribros eine gemeinsame Bilderausstellung zum Thema Goldene Straße eröffnet wurde. Seit gut zwei Jahren besteht die Verbindung mit der Hauptschule Neustadt, für seine Schule eine wichtige und hoffnungsvolle Zusammenarbeit.

Lustig und humorvoll wurde es, als die Kinder der beiden Schulen einige Episoden über diverse Begegnungen darboten. Perfekt in tschechisch machten dies Rudi Wimmer, Matthias Zeis und Adrian Fürnrohr aus der Grundschule Altenstadt. Die tschechischen Schüler brachten ihre Beiträge in deutscher Sprache. Der Beifall des vollbesetzten Rathaussaals belohnte die Aktionen, ebenso wie die vielen musikalischen Beiträge.

Die Schüler aus Neustadt hatten einen perfekten musikalischen Auftritt, begleitet von ihrem Lehrer Armin Kartwath. Kinder der 2, 3. und 4.Klassen sangen von der kocka (Katze) und vom „lustigen Musikanten aus Altenstadt“, natürlich alles in Tschechisch. Da staunten und lobten die anwesende Schulrätin Jana Havlickova und ihre Kollegin Martina Lindova aus Pilsen. Sie versprachen ihre Unterstützung für weitere Aktivitäten der Zusammenarbeit.

Gemeinsam und im Kanon wurde von allen anwesenden Schulen das Lied vom „Bruder Jakob in deutsch, tschechisch und englisch gesungen. Eingeübt für die deutschen Schüler hatten es die beiden Altenstädter Tschechischlehrerinnen Libuse Vavrinkova ( sie fungierte auch als Dolmetscherin) und Katerina Wimmer.

Rektor Heribert Zeis von der Hauptschule Neustadt ließ überwältigt „sein Herz sprechen“. Er wolle sich mit seinem Kollegium an der Zusammenarbeit festhalten und die Partnerschaft mit Leben erfüllen. Als Gastgeschenk überreichte er eine riesige Kiste mit „Erster-Hilfe-Taschen“ für die Schule. Mit Fotos wurden die Partnerstädte, zu denen sich im Verbund auch der Nachbarort Kladruby/Kladrau gesellt durch Schulleiter Rainer Christoph vorgestellt. Weitere Bilder erinnerten an bisherigen Treffen von Schülern und Lehrern.

Bürgermeister Gerd Werner (Neustadt) erinnerte an die historischen Verbindungen der Kreisstadt. Sie und die umliegende Region hätten nur Gutes von der böhmischen Herrschaft zu berichten. Die Familie der Lobkowitzer stützte über 200 Jahre das Herrschaftsgebiet, wirtschaftlich und kulturell. Nie gab es auch nur eine Spur der Ausbeutung.

Sein Kollege Georg Heigl, der mit 3. Bürgermeister Dieter Giesa angereist war, betonte die friedliche Verbindung unter den Böhmenkönigen aus dem Hause Luxemburg. Karl der VI, hat den Weg durch die Partnerorte 52 Mal genommen, „den Partnerschulen wünschte er 100-fache gegenseitige Besuche für die Zukunft“. Als Gastgeschenke gab es die Wappen der Orte, einen DVD-Player für die Schule.

Nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden kam die eine Einladung zu einem kalten Büffet. Mit der diesmal gesungenen Europahymne von Schülern aus Stribro und Neustadt endete die Feierstunde.

Bilder von der Feier

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