Gemeinsam sind wir stark

Immer wieder zeigt die Erfahrung, dass Eltern und Kinder Vorbehalte gegen Sonderpädagogische Förderzentren haben. Auch in Altenstadt gibt sind diese Probleme verstärkt anzutreffen.
Aus diesem Grund entschlossen sich beiden Lehrer Alice Moller (Klasse 2c Altenstadt) und Rainer Hetz (Lehrer am Förderzentrum Neustadt/WN) durch die Kooperation von zwei Klassen das gegenseitige Verständnis zu fördern und Vorurteile abzubauen.

Es findet ein Kontaktaufbau statt für Schüler, die vom Sonderpädagogischen Förderzentrum wieder zurück an die Grundschule wechseln oder umgekehrt auch für Schüler, die die St. Felix Schule besuchen werden.
Am 26. Mai 2006 trafen sich die Kinder von Frau Moller (damals Klasse 1a in Altenstadt) und Herr Hetz (St. Felix Schule) zum ersten Mal
Bei einem gemeinsamen Ausflug zur „Walderlebniswelt Winterleite“ bei Pressath boten sich viele Möglichkeiten, um gegenseitig in Kontakt zu kommen an. Durch die zahlreichen Spiel- und Lernangebote im Wald hatten alle miteinander viel Spaß.

Die beiden nächsten Treffen waren dann in den Schulen in Neustadt am 19. Juli 06 und in Altenstadt am 25. Oktober 06. Die Kinder sollten die jeweiligen Schulhäuser und Räumlichkeiten kennen lernen und erfahren, dass man bei der gestellten Gruppenarbeit, nur gemeinsam zum Ziel kommt.
Dies geschah jeweils in Form einer „Schulhausrallye“. Je nach Schule konnten die Kinder in den gemischten Gruppen ihr örtliches Wissen einbringen oder sich als Schreiber, Leser und Sammler in der Gruppe verdient machen. Nur durch gute Zusammenarbeit konnten alle die Aufgaben lösen.

Für das nächste Treffen am 13. Dezember 2006 hatten wir uns die Erarbeitung einer Bildergeschichte als Thema ausgesucht
Diese Geschichte vom kleinen Herrn Jakob beinhaltet als Kernaussage, dass man nur durch Kooperation zu einem guten Ergebnis für alle kommen kann. Neben der gemeinsamen didaktischen Erarbeitung der einzelnen Bilder, standen wieder zwei Gruppenarbeiten im Vordergrund. In einem Wartezimmer befanden sich 3 Personen aber nur ein Stuhl. Die Kinder sollten dazu in Dreiergruppen selber Lösungsvorschläge zum Fortgang der Geschichte finden und auch im Rollenspiel vorspielen. Wie die Geschichte tatsächlich endete, erfuhren die Kinder erst, nachdem sie in Kleingruppen ein Puzzle lösten.

Die Nachbearbeitung fand in den nächsten Tagen in den jeweiligen Klassen getrennt statt. Die dabei entstandenen kleinen Büchlein mit der aufgeschriebenen Geschichte wurden ausgetauscht und in den Kooperationsklassen gegenseitig gelesen.

Kooperation mit der Klasse 3 der St. Felix Schule im Schuljahr 2010/11

Mit der Geschichte des kleinen Fisches Swimmy von Leo Lionni beschäftigten wir uns bei unseren Treffen am 05.04.2011 in Neustadt und am 17. Mai in Altenstadt. Nachdem wir die Erzählung gelesen hatten, durften wir bei einem Spiel unser Wissen überprüfen. Anschließend begannen wir damit, selbst ein Bilderbuch dazu zu gestalten: Wir stempelten mit Mossgummi Swimmys Schwestern und Brüder, schnitten aus Tonpapier den gefräßigen Thunfisch aus, dem die kleinen Fische zum Opfer fielen und malten all die Wunder, die dem
kleinen Swimmy auf seiner Reise durch den großen Ozean begegneten. Frau Vollath ließ die Bilder zu einem Buch binden, das jeder von uns am letzten Schultag überreicht bekam.

Einige Kinder unserer Klasse übten mit den Schülern unserer Partnerklasse darüber hinaus noch ein Schattenspiel mit Swimmys Erlebnissen ein, das sie anlässlich des Tages der offenen Tür der St. Felix Schule am 15. Juli dort aufführten.
Bei einem Eis ließen wir am 26. Juli das Schuljahr noch einmal Revue passieren, bevor wir uns schöne Ferien wünschten und uns von unseren Freunden und Frau Gruber verabschiedeten.